Äschenprojekt OWL


Ziel des Projektes war die Erfolgskontrolle von lokalen Nachzucht- und Besatzprogrammen mit Äschen aus autochthonen Beständen in Gewässern in OWL (Alme, Emmer). Hierbei sollten neben den klassischen fischereibiologischen Methoden (Elektrobefischungen, Laichhabitat- und Brutkartierungen) auch Individualmarkierungen von Besatzfischen mit HDX-Sendern durchgeführt werden, um eine Bestandsetablierung der Besatzfische in den Äschenpopulationen bewerten zu können. Die Nachzuchtprogramme der Hegegemeinschaften Almeäsche und Emmer selbst wurden über eine gesonderte Finanzierung aus der Fischereiabgabe gefördert.

Im Laufe des Projektes kam es mehrfach zu Änderungen der Projektinhalte. Grund hierfür waren einerseits die Ergebnisse genetischer Begleituntersuchungen, die zur Folge hatten, dass das Nachzuchtprogramm an der Emmer wegen genetischer Verfälschungen des Nachzuchtstammes nicht fortgeführt werden konnte. Andererseits musste während des Projektes durch begrenzte Fördermittel eine Anpassung des Untersuchungsumfangs erfolgen. Letztlich wurde auch durch den Verlust eines Nachzuchtjahrganges in dem kooperierenden Fischzuchtbetrieb eine Verlängerung nötig, da im geplanten Jahr der Markierungsversuche keine Versuchstiere verfügbar waren.

Über die Projektberichte der Auftragnehmer konnte einerseits der Erfolg der Ranchingmaßnahmen an der Alme belegt werden, es wurden aber auch konkrete Vorschläge zur Optimierung gegeben. Gleichzeitig konnte im Projekt die Eignung des eingesetzten Telemetriesystems der HDX-Transponder für derartige Fragestellungen belegt werden.

Eine Zusammenfassung als Ergebnispräsentation finden Sie hier:

https://www.lfv-westfalen.de/content/Verband/projekte/aeschenprojekt_owl.php

Am 02.04.2026 war es dann soweit. Um 9:30 Uhr trafen sich Vertreter der  Hegegemeinschaft Almeäsche, des Ruhrverbandes, des LFV Westfalenn und Lippe aus Münster und der oberen Fischereibehörde Detmold in Schloß Neuhaus, an dem Alme Abschnitt des Sportanglervereins Schloß Neuhaus 1924 e.V., um die Elektrofischerei der Äsche Laichfische durch zu führen.

Es waren 16 Teilnehmer, davon 7 aktive Elektrofischer, anwesend.

Begrüßt und begleitet wurden unsere Gäste vom 1. Vorsitzender Gregor Policht und unserem ehemaligen Hauptgewässerwart Josef Tölle. Beide ließen es sich nicht nehmen, persönlich das Äschenprojekt OWL zu unterstützen. Gregor Policht und Josef Tölle kümmern sich schon Jahrzehnte um die Alme. Egal ob extreme Trockenheit mit Abfischen usw., oder aber Umweltaktionen, immer stehen beide in der ersten Reihe, um zu helfen. Die künstliche Vermehrung und Zucht der Äsche (Thymallus thymallus) ist ein aufwendiger, aber notwendiger Prozess, um bedrohte Bestände zu stützen, da natürliche Laichvorgänge oft durch Hochwasser, Kormorane oder mangelnde Habitatqualität gestört werden. Aufgrund genetischer Unterschiede ist es entscheidend, heimische Äschenstämme zu verwenden.

Geplant war:

Fang: Laichreife Äschen werden aus den Gewässern gefangen (z.B. mittels Elektrofischerei).

Abstreifen: Die geschlechtsreifen Weibchen (Rogner) werden vorsichtig kontrolliert und abgestreift. Ein Weibchen liefert etwa 3.000 bis 10.000 Eier pro kg Körpergewicht.

Leider war durch das Hochwasser und einer sehr starken Strömung das Abfischen nicht möglich.

Da die Laichzeit zeitlich begrenzt ist, wird in den nächsten Tagen geschaut, ob es Bedingungen gibt, die ein Elektrofischen erlauben.

Gerade wegen den widrigen Bedingungen an allen  beteiligten Personen ein herzliches Dankeschön.

Der Vorstand wünscht allen Mitgliedern Frohe und gesegnete Ostern!


WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner